Frieden im Fokus

Online-Reihe von September 2026 bis Dezember 2026

Die Sehnsucht nach Frieden ist so alt wie die Menschheit. Sie zeigt sich in Beziehungen, in unserer Sprache, in der Art, wie wir miteinander leben – und in der Hoffnung, dass Konflikte nicht das letzte Wort haben. Die biblische Verheißung „Selig sind, die Frieden stiften“ erinnert daran, dass Frieden kein Zustand ist, der einfach entsteht. Er braucht Menschen, die hinschauen, Verantwortung übernehmen und Wege der Verständigung eröffnen.
Mit Frieden im Fokus richten wir unseren Blick auf diese Wege: auf die kleinen und großen Schritte, auf Geschichten, Strategien und Perspektiven des Friedens. Wie gelingt es, Brücken zu bauen? Was hilft uns, Konflikte zu verstehen und zu transformieren? Und wie können wir selbst Teil eines friedvollen Miteinanders werden – mitten in einer Welt, die oft von Spannungen geprägt ist? Diese Reihe lädt ein zum Austausch, zum Nachdenken und zum gemeinsamen Lernen. Denn Frieden beginnt dort, wo Menschen ihn bewusst gestalten.

Die Vorträge sind online live zugänglich über Zoom. Den Link erhält man kurz vor dem Termin nach Anmeldung beim jeweiligen Veranstalter. Anmeldungen bitte bis spätestens am Tag vor dem jeweiligen Termin.
Der Teilnahmebeitrag in Höhe von 5,- Euro pro Vortrag ist an den jeweiligen Veranstalter zu bezahlen.

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Counterspeech und friedvolle Kommunikation auf Social Media
Hasskommentare, aggressive Diskussionen und verletzende Sprache gehören leider zum Alltag in sozialen Medien. Viele Menschen möchten dem etwas entgegensetzen – wissen aber nicht genau wie. Der Online-Workshop „Counterspeech und friedvolle Kommunikation“ stärkt alle, die in sozialen Netzwerken mitreden, Zivilcourage zeigen oder Online-Gesprächskultur positiv beeinflussen wollen.
In diesem Workshop erfahren Sie, wie Hassrede entsteht, welche Formen sie annehmen kann und welche Wirkung sie auf Betroffene und Mitlesende hat. Sie lernen praxiserprobte Strategien der Counterspeech kennen – also Wege, auf Hass oder Abwertung zu reagieren, ohne selbst anzugreifen oder zu eskalieren. Auf der Grundlage einer wertschätzenden und christlich inspirierten Haltung üben wir gemeinsam, wie deeskalierende Kommunikation online gelingt und wie wir respektvolle Dialogräume fördern können.
Zielgruppe: Menschen, die Hass im Netz begegnen und konstruktiv damit umgehen möchten, sowie alle, die zu einer friedvollen und dialogorientierten Online-Kommunikation beitragen wollen.
Mittwoch, 23.9.2026, 16.00–17.30 Uhr
Referentinnen: Katharina Haugwitz, Medienpädagogin, Andrea Hettler, Digitale Bildung, beide Fachstelle Medien der Diözese Rottenburg-Stuttgart
Anmeldung: unter www.keb-rt.de
Veranstalter: keb Reutlingen

Rohrkrepierer. Hochrüstung demoliert den Sozialstaat
Die immensen Rüstungsausgaben „bezahlen“ vor allem die Armen und die Arbeitenden. Den einen werden Leistungen gekürzt, die andern zahlen höhere Beiträge und sind zudem von Arbeitslosigkeit bedroht. Für vermögende Geldanleger aber waren Rüstung und Krieg immer schon ein Geschäftsmodell: Die Aktien der Rüstungskonzerne schießen durch die Decke. Sozialer Unfriede ist vorprogrammiert, mit noch mehr Staats- und Politikverdrossenheit. Die gefährden zunehmend die Demokratie. Paul Schobel sagt „Rüstung tötet, auch ohne Krieg!“und beleuchtet an konkreten Beispielen diese Entwicklung aus sozial-ethischer Sicht.
Donnerstag, 24. September 2026, 19 Uhr
Referent: Paul Schobel, seit über 50 Jahren Priester und Betriebsseelsorger       
Anmeldung: unter www.keb-boeblingen.de
Veranstalter: keb Böblingen

Frieden für das Heilige Land. Herausforderungen und Perspektiven
Die Lage im Heiligen Land ist schwierig. Die Fronten zwischen Religionen, Völkern und Gruppierungen sind verhärtet. Aus nächster Nähe erlebt Abt Nikodemus diese Situation und ihre Entwicklung. Der in Stuttgart geborene Benediktiner leitet die Dormitio-Abtei auf dem Jerusalemer Zionsberg. Er berichtet von seinen Erfahrungen und spricht über die Lage von Christinnen und Christen in Israel, Gaza und Palästina. Gibt es Hoffnung auf ein friedliches Zusammenleben in der Heimat Jesu?
Montag, 12. Oktober 2026, 19.30 Uhr
Referent: Pater Dr. Nikodemus Schnabel OSB, Abt der Dormitio-Abtei, Jerusalem
Anmeldung: unter www.keb-ulm.de
Veranstalter: keb Ulm-Alb-Donau

Gibt es einen gerechten Krieg?
Kann ein Krieg gerecht sein? Kann man sich nicht kaum einen größeren Gegensatz vorstellen als den zwischen Gerechtigkeit und Krieg? Bezeichnet der Begriff der Gerechtigkeit nicht das Gegenteil von Unrecht und Unterdrückung, Benachteiligung und Gewaltherrschaft? Ist Krieg nicht demgegenüber untrennbar verbunden mit der Entfesselung von Gewalt, mit unermesslichem Leid und dem Tod einer Vielzahl von Menschen?
Lässt sich aber andererseits über Krieg wirklich sprechen, ohne dass man Fragen der Gerechtigkeit und der Moral berührt? War es moralisch falsch, dass Großbritannien und Frankreich am 3. September 1939 Deutschland den Krieg erklärten, um es an der Unterwerfung Polens zu hindern? Und wäre es nicht vielleicht moralisch richtig gewesen, wenn militärisch hinreichend potente Staaten 1915/16 den Völkermord an den Armeniern oder 1994 den Völkermord an der Tutsi-Minderheit in Ruanda durch ein militärisches Eingreifen gestoppt hätten?
Der Vortrag macht deutlich: Wer Krieg verhindern will, muss danach fragen, unter welchen Bedingungen Krieg moralisch gerechtfertigt wäre. Die Theorie des gerechten Krieges stellt dafür einen wichtigen Maßstab zur Verfügung, der es ermöglicht, die Illegitimität eines Krieges zu erkennen.
Mittwoch, 21. Oktober 2026, 19 Uhr
Referent: Dr. Reinold Schmücker, Professor für Philosophie Uni Münster
Anmeldung: unter www.keb-sha.de
Veranstalter: keb Kreis Schwäbisch Hall

Wie geht es dir mit der Wehrpflicht? Ein online-Abend im Format Sprechen und Zuhören
Ab 2026 bekommen alle Männer und Frauen des Jahrgangs 2008 einen Brief, in dem Interesse an einem Wehrdienst abgefragt wird. Männer müssen die Frage beantworten, Frauen dürfen. Eine verpflichtende Musterung für alle Männer geht damit einher, wird aber aus logistischen Gründen erst 2027 erwartet.
Da verändert sich etwas - und wir wollen darüber reden.  
Beim Dialogformat Sprechen & Zuhören von Mehr Demokratie e. V. stehen Ihre Erfahrungen und Perspektiven im Mittelpunkt. In kleinen Gruppen sprechen wir nach festen Regeln miteinander – respektvoll, gleichberechtigt und ohne Bewertung. So entsteht Raum für echtes Zuhören und neue Verständigung.
Sonntag. 15. November 2026, 19.00 - 21.00 Uhr
Referentinnen: Dr. Claudia Guggemos, Leiterin keb Bildungswerk Kreis Reutlingen, Dr. Susanne Grimbacher, Profilstelle Junge Erwachsene, beide Moderatorinnen des Demokratieformats „Sprechen & Zuhören“
Anmeldung: unter www.keb-rt.de
Veranstalter: keb Reutlingen

Mehr als die Abwesenheit von Krieg: Was die Bibel unter Frieden versteht
Der Begriff „Friede“ ist zentral für die Botschaft der Bibel – doch was genau ist damit gemeint? Im Alten Testament hat „Schalom“ verschiedene Bedeutungen. Im Neuen Testament wird „Eirene“ zur Verheißung und zugleich zur Aufgabe. Dieser Vortrag untersucht die biblischen Texte: Was ist für sie Friede? Wie wurden diese Stellen in der Geschichte ausgelegt? Und was bedeutet das für unser Verständnis heute?
Donnerstag, 10. Dezember 2026, 19 Uhr
Referent: Dr. Oliver Schütz, Theologe und Historiker, Leiter der keb Ulm-Alb-Donau
Anmeldung: unter www.keb-ulm.de
Veranstalter: keb Ulm-Alb-Donau

 

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