Die Sehnsucht nach Frieden ist so alt wie die Menschheit. Sie zeigt sich in Beziehungen, in unserer Sprache, in der Art, wie wir miteinander leben – und in der Hoffnung, dass Konflikte nicht das letzte Wort haben. Die biblische Verheißung „Selig sind, die Frieden stiften“ erinnert daran, dass Frieden kein Zustand ist, der einfach entsteht. Er braucht Menschen, die hinschauen, Verantwortung übernehmen und Wege der Verständigung eröffnen.
Mit Frieden im Fokus richten wir unseren Blick auf diese Wege: auf die kleinen und großen Schritte, auf Geschichten, Strategien und Perspektiven des Friedens. Wie gelingt es, Brücken zu bauen? Was hilft uns, Konflikte zu verstehen und zu transformieren? Und wie können wir selbst Teil eines friedvollen Miteinanders werden – mitten in einer Welt, die oft von Spannungen geprägt ist? Diese Reihe lädt ein zum Austausch, zum Nachdenken und zum gemeinsamen Lernen. Denn Frieden beginnt dort, wo Menschen ihn bewusst gestalten.
Die Vorträge sind online live zugänglich über Zoom. Den Link erhält man kurz vor dem Termin nach Anmeldung beim jeweiligen Veranstalter. Anmeldungen bitte bis spätestens am Tag vor dem jeweiligen Termin.
Der Teilnahmebeitrag in Höhe von 5,- Euro pro Vortrag ist an den jeweiligen Veranstalter zu bezahlen.
Neugierig geworden?
Dann melden Sie sich am besten noch heute an!
Zwischen Glaube und Gewalt – Wege zu friedlichen Religionen
Immer wieder erschüttern uns religiös motivierte Gewalttaten. Eine häufig zu hörende Antwort auf das Warum ist, dass es sich entweder gar nicht um religiöse Konflikte handle oder dass diejenigen, die gewaltsam agieren, keine Ahnung von ihrer Religion hätten. Es zeigt sich aber, dass in nahezu allen Religionen Strukturen existieren, die zur Rechtfertigung von religiöser Gewalt dienen können. Damit Religionen einen Beitrag zum Frieden leisten können, ist es notwendig diese Mechanismen zu kennen und zu verstehen, um sie zu verändern.
Mittwoch, 11. März 2026, 19 Uhr
Referentin: Dr. Dr. habil. Katharina Ceming, Philosophin, Theologin, Dozentin und Autorin
Anmeldung: unter www.keb-fn.de
Veranstalter: keb Bodenseekreis
Trotz Gewalt und Unrecht den Frieden suchen
„Die Situation in Palästina und Israel ist katastrophal und bedrohlich wie nie zuvor. Die Zerstörung der Häuser und der Infrastruktur berauben die Lebensgrundlage der Menschen und führen zur Vertreibung. Wie schaffen es Menschen, zu überleben, bei so viel Gewalt, Angst und Perspektivlosigkeit?“ Diese Frage stellt sich die mehrfach ausgezeichnete Friedenspädagogin und Autorin Dr. Sumaya Farhat-Naser.
„Perspektive und Hoffnung werden geschaffen nicht zuletzt durch Bildung von Frauen und Jugendlichen“, so Farhat-Naser. Die in Palästina geborene und sich seit Jahrzehnten gewaltfrei und dialogisch für einen gerechten Frieden einsetzende Referentin geht der Frage nach, was Menschen trotz erlebter Ungerechtigkeit und Verletzung ihrer Menschrechte dazu bewegt, sich für den Frieden einzusetzen. Und sie gibt Einblick in die Lebenssituation, Herausforderungen und Zukunftsaussichten der Menschen in Palästina und Israel.
Donnerstag, 26. März 2026, 19 Uhr
Referentin: Dr. Sumaya Farhat-Naser, palästinensische Friedenspädagogin
Anmeldung: unter www.keb-tuttlingen.de
Veranstalter: keb Tuttlingen
FriedensFrauen Weltweit – Wie wirken Frauen für Frieden?
Das internationale Netzwerk FriedensFrauen Weltweit leistet Friedensarbeit in Zeiten zunehmenden Autoritarismus. Im Mittelpunkt stehen: Friedensförderung während bewaffneter Konflikte, nach Konflikten und während Friedensverhandlungen. Frauen arbeiten in konfliktbetroffenen Regionen trotz Marginalisierung, Gewalt und Militarisierung aktiv an nachhaltigen Friedenslösungen. Beispiele aus Ländern wie Kolumbien, Ukraine, Libanon und den Philippinen verdeutlichen, wie durch sichere Austauschräume, Vernetzung und vertrauensbildende Maßnahmen Gräben überwunden werden. Der Vortrag von Friedensforscherin und Aktivistin Carla Weymann macht sichtbar, wie Frauen Anliegen aus der Zivilgesellschaft in Friedensprozesse einbringen und warum ihre gleichberechtigte Beteiligung entscheidend für dauerhaften Frieden ist.
Carla Weymann ist seit 2019 in verschiedenen Bereichen bei FriedensFrauen Weltweit tätig. So koordinierte sie u.a. das globale Netzwerk von Friedensaktivistinnen Feminists Connecting for Peace. Seit November 2024 arbeitet sie im Programm Friedensförderung während Friedensverhandlungen.
Mittwoch, 15. April 2026, 19 Uhr
Referentin: Carla Weymann, Friedensforscherin
Anmeldung: unter www.keb-rottweil.de
Veranstalter: keb Rottweil
Mit Kindern über Krieg reden. Herausfordernde Situationen friedlich angehen
Der anhaltende Krieg in der Ukraine hat in vielen von uns Gefühle von Angst, Besorgnis und Unsicherheit hervorgerufen. Unsere Kinder bekommen direkt über Schreckensbilder oder Berichte der Medien oder indirekt von vielen Erwachsenen die alarmierten Emotionen mit. Viele Eltern sind verunsichert, wissen nicht, wie sie mit ihren eigenen Gefühlen umgehen sollen oder wie sie mit ihren Kindern über dieses Thema angemessen sprechen können.
In dieser Online-Veranstaltung werden wir dieses Thema erörtern und versuchen Impulse zu setzen, wie Eltern mit ihren Kindern über das Thema Krieg sprechen können. Ziel ist es, eine zuversichtliche und friedvolle Haltung zu bewahren bzw. immer wieder neu zu entwickeln.
Montag, 27. April 2026, 19 Uhr
Referentin: Klaus Luksch, Diplom-Psychologe, Erziehungsberater und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut
Anmeldung: unter www.keb-sha.de
Veranstalter: keb Schwäbisch Hall
„Laudato si´“ (Papst Franziskus): Impulse der Umwelt- und Sozialenzyklika für Nachhaltigkeit, Gerechtigkeit und Frieden
Die Enzyklika „Laudato si´” lädt ein, die Erde als unser „gemeinsames Haus“ wahrzunehmen – als einen Lebensraum, der Schutz, Wertschätzung und verantwortungsvolles Handeln benötigt. Dabei macht Papst Franziskus deutlich, dass die ökologischen, ökonomischen und sozialen Herausforderungen unserer Zeit untrennbar mit den Fragen von Nachhaltigkeit, Gerechtigkeit und Frieden verbunden sind: Umweltzerstörung trifft besonders die Ärmsten und Verletzlichsten und gefährdet das friedliche Zusammenleben der Menschheit.
„Laudato si´” ruft daher zu einem tiefgreifenden Umdenken auf: zu einer umfassenden ökologischen Haltung, die nicht nur die Natur bewahrt, sondern auch soziale Ungleichheiten abbaut und Wege zum Frieden eröffnet.
Dr. Werner Veith von der LMU München zeigt in seinem Vortrag, wie die Enzyklika aus einer schöpfungstheologischen Spiritualität heraus Maßstäbe für echte Zukunftsfähigkeit entwickelt: Diese kann nur dann erreicht werden, wenn menschliches Handeln von Verantwortung, Solidarität und einer globalen Perspektive geprägt ist. Werner Veith lädt ein, mit der Enzyklika auf eine Schöpfung zu blicken, die uns auffordert, achtsam mit den Gütern dieser Welt umzugehen. Unter dieser Perspektive können wir gemeinsam gesellschaftliche Strukturen so gestalten, dass allen Menschen ein würdevolles Leben ermöglicht wird.
Mittwoch, 6. Mai 2026, 19 Uhr
Referent: Dr. Werner Veith, forscht und lehrt am Lehrstuhl für Christliche Sozialethik an der LMU München
Anmeldung: unter www.keb-goeppingen.de
Veranstalter: keb Göppingen
Counterspeech und friedvolle Kommunikation auf Social Media
Hasskommentare, aggressive Diskussionen und verletzende Sprache gehören leider zum Alltag in sozialen Medien. Viele Menschen möchten dem etwas entgegensetzen – wissen aber nicht genau wie. Der Online-Workshop „Counterspeech und friedvolle Kommunikation“ stärkt alle, die in sozialen Netzwerken mitreden, Zivilcourage zeigen oder Online-Gesprächskultur positiv beeinflussen wollen.
In diesem Workshop erfahren Sie, wie Hassrede entsteht, welche Formen sie annehmen kann und welche Wirkung sie auf Betroffene und Mitlesende hat. Sie lernen praxiserprobte Strategien der Counterspeech kennen – also Wege, auf Hass oder Abwertung zu reagieren, ohne selbst anzugreifen oder zu eskalieren. Auf der Grundlage einer wertschätzenden und christlich inspirierten Haltung üben wir gemeinsam, wie deeskalierende Kommunikation online gelingt und wie wir respektvolle Dialogräume fördern können.
Zielgruppe: Menschen, die Hass im Netz begegnen und konstruktiv damit umgehen möchten, sowie alle, die zu einer friedvollen und dialogorientierten Online-Kommunikation beitragen wollen.
Dienstag, 12. Mai 2026, 19 Uhr
Referentinnen: Katharina Haugwitz, Medienpädagogin, Andrea Hettler, Digitale Bildung, beide Fachstelle Medien der Diözese Rottenburg-Stuttgart
Anmeldung: unterwww.keb-rt.de
Veranstalter: keb Reutlingen
Kriegstüchtig? Friedenstüchtig! Impulse und Bausteine für die Friedensarbeit
Im öffentlichen und politischen Diskurs wird derzeit von vielen eingefordert, die Gesellschaft müsse wieder kriegstüchtig werden. Eine angstgetriebene Alarmstimmung dominiert den Blick auf Deutschland und die Welt. Demgegenüber lädt Richard Bösch ein, die eigenen Haltungen und Positionen zu den Grundfragen des friedlichen Zusammenlebens in den Fokus zu rücken und danach zu fragen, was uns friedenstüchtig macht.
Donnerstag, 11. Juni 2026, 19 Uhr
Referent: Dr. Richard Bösch, M.A., Referent für Friedensbildung, Geschäftsführer pax christi Diözesanverband Rottenburg-Stuttgart
Anmeldung: unter www.keb-tuttlingen.de
Veranstalter: keb Tuttlingen
Rohrkrepierer. Hochrüstung demoliert den Sozialstaat
Die immensen Rüstungsausgaben „bezahlen“ vor allem die Armen und die Arbeitenden. Den einen werden Leistungen gekürzt, die andern zahlen höhere Beiträge und sind zudem von Arbeitslosigkeit bedroht. Für vermögende Geldanleger aber waren Rüstung und Krieg immer schon ein Geschäftsmodell: Die Aktien der Rüstungskonzerne schießen durch die Decke. Sozialer Unfriede ist vorprogrammiert, mit noch mehr Staats- und Politikverdrossenheit. Die gefährden zunehmend die Demokratie. Paul Schobel sagt „Rüstung tötet, auch ohne Krieg!“und beleuchtet an konkreten Beispielen diese Entwicklung aus sozial-ethischer Sicht.
Donnerstag, 24. September 2026, 19 Uhr
Referent: Paul Schobel, seit über 50 Jahren Priester und Betriebsseelsorger
Anmeldung: unter www.keb-boeblingen.de
Veranstalter: keb Böblingen
Frieden für das Heilige Land. Herausforderungen und Perspektiven
Die Lage im Heiligen Land ist schwierig. Die Fronten zwischen Religionen, Völkern und Gruppierungen sind verhärtet. Aus nächster Nähe erlebt Abt Nikodemus diese Situation und ihre Entwicklung. Der in Stuttgart geborene Benediktiner leitet die Dormitio-Abtei auf dem Jerusalemer Zionsberg. Er berichtet von seinen Erfahrungen und spricht über die Lage von Christinnen und Christen in Israel, Gaza und Palästina. Gibt es Hoffnung auf ein friedliches Zusammenleben in der Heimat Jesu?
Montag, 12. Oktober 2026, 19.30 Uhr
Referent: Pater Dr. Nikodemus Schnabel OSB, Abt der Dormitio-Abtei, Jerusalem
Anmeldung: unter www.keb-ulm.de
Veranstalter: keb Ulm-Alb-Donau
Gibt es einen gerechten Krieg?
Kann ein Krieg gerecht sein? Kann man sich nicht kaum einen größeren Gegensatz vorstellen als den zwischen Gerechtigkeit und Krieg? Bezeichnet der Begriff der Gerechtigkeit nicht das Gegenteil von Unrecht und Unterdrückung, Benachteiligung und Gewaltherrschaft? Ist Krieg nicht demgegenüber untrennbar verbunden mit der Entfesselung von Gewalt, mit unermesslichem Leid und dem Tod einer Vielzahl von Menschen?
Lässt sich aber andererseits über Krieg wirklich sprechen, ohne dass man Fragen der Gerechtigkeit und der Moral berührt? War es moralisch falsch, dass Großbritannien und Frankreich am 3. September 1939 Deutschland den Krieg erklärten, um es an der Unterwerfung Polens zu hindern? Und wäre es nicht vielleicht moralisch richtig gewesen, wenn militärisch hinreichend potente Staaten 1915/16 den Völkermord an den Armeniern oder 1994 den Völkermord an der Tutsi-Minderheit in Ruanda durch ein militärisches Eingreifen gestoppt hätten?
Der Vortrag macht deutlich: Wer Krieg verhindern will, muss danach fragen, unter welchen Bedingungen Krieg moralisch gerechtfertigt wäre. Die Theorie des gerechten Krieges stellt dafür einen wichtigen Maßstab zur Verfügung, der es ermöglicht, die Illegitimität eines Krieges zu erkennen.
Mittwoch, 21. Oktober 2026, 19 Uhr
Referent: Dr. Reinold Schmücker, Professor für Philosophie Uni Münster
Anmeldung: unter www.keb-sha.de
Veranstalter: keb Kreis Schwäbisch Hall
Wie geht es dir mit der Wehrpflicht? Ein online-Abend im Format Sprechen und Zuhören
Ab 2026 bekommen alle Männer und Frauen des Jahrgangs 2008 einen Brief, in dem Interesse an einem Wehrdienst abgefragt wird. Männer müssen die Frage beantworten, Frauen dürfen. Eine verpflichtende Musterung für alle Männer geht damit einher, wird aber aus logistischen Gründen erst 2027 erwartet.
Da verändert sich etwas - und wir wollen darüber reden.
Beim Dialogformat Sprechen & Zuhören von Mehr Demokratie e. V. stehen Ihre Erfahrungen und Perspektiven im Mittelpunkt. In kleinen Gruppen sprechen wir nach festen Regeln miteinander – respektvoll, gleichberechtigt und ohne Bewertung. So entsteht Raum für echtes Zuhören und neue Verständigung.
Montag, 16. November 2026, 19 Uhr
Referentin: Claudia Guggemos, Leiterin keb Bildungswerk Kreis Reutlingen, Moderatorin des Demokratieformats „Sprechen & Zuhören”
Anmeldung: unter www.keb-rt.de
Veranstalter: keb Reutlingen
Mehr als die Abwesenheit von Krieg: Was die Bibel unter Frieden versteht
Der Begriff „Friede“ ist zentral für die Botschaft der Bibel – doch was genau ist damit gemeint? Im Alten Testament hat „Schalom“ verschiedene Bedeutungen. Im Neuen Testament wird „Eirene“ zur Verheißung und zugleich zur Aufgabe. Dieser Vortrag untersucht die biblischen Texte: Was ist für sie Friede? Wie wurden diese Stellen in der Geschichte ausgelegt? Und was bedeutet das für unser Verständnis heute?
Donnerstag, 10. Dezember 2026, 19 Uhr
Referent: Dr. Oliver Schütz, Theologe und Historiker, Leiter der keb Ulm-Alb-Donau
Anmeldung: unter www.keb-ulm.de
Veranstalter: keb Ulm-Alb-Donau




