Jahresbericht 2017/2018

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Liebe Leserin, lieber Leser,

der Berichtszeitraum 2017/18 war für die keb DRS geprägt von Veränderung und Neuausrichtung, was ganz konkret auch daher rührt, dass Mitarbeitende „plötzlich“ in Ruhestand verabschiedet wurden bzw. Ehrenamtliche nach zum Teil Jahrzehnten des Engagements aus ihrem Amt ausschieden. Urgesteine der Erwachsenenbildung verlassen uns, geeignete NachfolgerInnen müssen gesucht und gefunden werden. Wir stellen fest, dass dies Neuland ist und wir uns – in dieser Häufigkeit noch recht ungeübt – dieser Herausforderung stellen und unsere Herangehensweisen und Abläufe dem demographischen Wandel werden anpassen müssen. Fachlichkeit, Erfahrung und langjährige Treue suchen ihre Fortsetzung in einer schnelllebigen Zeit.

Ehrenamtliche bilden das Rückgrat, sind entscheidende Ressource und unverzichtbare MitgestalterInnen und Botschafter der katholischen Erwachsenenbildung in unserer Diözese. Sie übernehmen trotz vielfältiger anderer Belastungen an vielen Stellen Verantwortung und Leitungspositionen: Als gewählte Mitglieder des Vorstands in den eingetragenen Vereinen, als kreative und kompetente Bildungssachverständige oder bisweilen auch als Kontinuum und Ansprechperson in den Geschäftsstellen bei zeitweisen Vakanzen in den Leiterstellen (Letzteres ist aufgrund des verstärkten Personalwechsels nicht mehr die Ausnahme).

Manche engagieren sich seit vielen Jahren jede Woche, manche ein paar Stunden im Monat andere sporadisch. Alle und alles brauchen wir! Gerade im letzten und in diesem Jahr hat es in einigen Einrichtungen Neuwahlen und Personalveränderungen in den ehrenamtlichen Vorständen gegeben. Wahlen sind ja auch immer ein Lackmustest, ob es gelingt, in Zeiten wachsender Individualisierung und Privatisierung, Menschen für ein verbindlich verpflichtendes Wahlamt, zu gewinnen und nicht „nur“ für ein zeitweises Engagement. Das kann nur gelingen, wenn man weiß, wer zur Zielgruppe gehört, wo diese erreichbar ist, wie die Ansprache funktioniert und wenn man einen identifikationsfähigen Gesamtrahmen und spannende Inhalte bieten kann. Dass die katholische Erwachsenenbildung all dieses zu bieten vermag, bestätigen die mehrfach gelungenen Vorstandswahlen, in denen z.T. langjährig Jahresbericht 2017/2018 engagierte Ehrenamtliche sich noch einmal aufstellen oder sich KandidatInnen von außen gewinnen und begeistern ließen. Ihnen allen ein herzliches Willkommen in der keb und Dankeschön für Ihr Vertrauen!

Personelle Veränderungsprozesse, so unbequem und schmerzlich sie auch sind, irritieren, rütteln an Routinen und schaffen dabei aber auch Raum für Perspektivenwechsel, kritische Reflexion und verstärkte Diskussion über den Kontext des eigenen Tuns, über Visionen und Ziele. „Wie muss die kath. EB angesichts der gesellschaftlichen, politischen, kulturellen Veränderungen zukunftsfähig und nachhaltig aufgestellt sein?“ Dieser Frage stellte sich die keb-Leiterklausur 2017 angesichts des rasanten gesellschaftlichen Wandels und stellte sie auch an die neue Leitung.

Wie müssen wir agieren, um die keb zukunftsfit zu halten? Was erwarten unsere Teilnehmenden, unsere Förderer, Kooperationspartner unsere Mitglieder? Mit diesen Fragen befasst sich das Projekt „Faktor Bildung“, das 40 Jahre nach Beschlussfassung der „Grundsätze und Ziele der Erwachsenenbildung in der Diözese Rottenburg-Stuttgart“ seine Arbeit aufgenommen und zum Ziel hat, die Chancen, Aufgaben, Handlungsfelder und zukunftsfähigen Bildungsstandards der katholischen Erwachsenenbildung im Hinblick auf die gegenwärtigen Herausforderungen neu zu vermessen und auszurichten.

Unser Jahresbericht möchte Ihnen einen Einblick in das breite Spektrum und die große Anzahl der Bildungsaktivitäten unserer Mitglieder des vergangenen Jahres ermöglichen. Wir danken allen, die unsere Arbeit unterstützen und fördern, allen ehrenamtlichen wie auch hauptamtlichen Mitwirkenden und Kooperationspartnern, allen voran der Diözese und ganz besonders Bischof Dr. Gebhard Fürst, der unserer Bitte, die Schirmherrschaft für Faktor Bildung zu übernehmen, nachgekommen ist.

Wir wünschen Ihnen eine interessante Lektüre und freuen uns auf den Austausch und die Begegnung mit Ihnen. Bleiben Sie uns gewogen, Ihre

Gabriele Pennekamp (1. Vorsitzende), Christine Höppner (Leiterin)

 

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