Christentum im Plural News

Fit machen in Sachen Christentum

Weiterbildung gibt Basiswissen weiter – Start im Dezember 2020

Die Gesellschaft hat sich in den letzten Jahrzehnten grundlegend verändert. Das betrifft auch die religiöse Landschaft: Sie ist pluraler geworden. Vor diesem Hintergrund geht die Rede von dem Christentum oder der Kirche leicht von den Lippen, so als handele es sich dabei um einen in sich homogenen, monolithischen Block, zu dem in der pluralen Gesellschaft nun andere, neue religiöse Phänomene und Gemeinschaften hinzutreten. Richtig ist: Der Glaube an Jesus Christus verbindet alle, die sich Christ*innen nennen und unterscheidet sie von Anhänger*innen anderer Religionen. Darüber hinaus allerdings wird es schon schwierig von dem Christentum zu sprechen und noch schwieriger von der Kirche, zumindest wenn damit eine sichtbare Institution gemeint ist. Von Anfang an haben Christ*innen um die Fragen gerungen, wer dieser Jesus Christus ist und welche Rolle er spielt. Alle einig waren sie sich nie - bis heute. Aus diesen Streitigkeiten sind ganz unterschiedliche Kirchen und Strömungen und letzendlich eine große konfessionelle Vielfalt hervorgegangen. Doch die Vielfalt des Christentums ist damit nicht erschöpft: Auch die Konfessionen und Kirchen sind ihrerseits  wieder durch unterschiedliche Strömungen, regionalkulturelle Kontexte und historische Entwicklungen geprägt. Christsein war und ist global, vielfältig und mitunter auch wiedersprüchlich und spannungsreich.

Mit der Weiterbildung „Christentum im Plural“ möchte die Katholischen Erwachsenenbildung der Diözese Rottenburg-Stuttgart (keb DRS) in Kooperation mit der Akademie DRS, dem Insitut für Fort- und Weiterbildung DRS und der Hauptabteilung XI - Kirche und Gesellschaft DRS Wissen über diese Vielfalt des Christentums vermitteln und die Teilnehmenden fit machen, mit dieser Vielfalt in Beruf und Alltag kompetent umzugehen. Erstmals werden sich die Teilnehmer*innen vom 3. bis 5. Dezember 2020 an der Akademie in Hohenheim mit den Inhalten auseinandersetzen. Das dreitägige Angebot wird künftig auch an anderen Standorten in Württemberg angeboten. Projektleiterin Dr. Esther Berg-Chan von der keb DRS und Barbara Janz-Spaeth, Referentin für Biblische Bildung und Mitglied im Beirat, der das Konzept für die Weiterbildung mit erarbeitet hat, sprechen im Interview über ihre Intention, Zielgruppen und warum es ihnen überhaupt notwendig erscheint, das Christentum zum Inhalt einer Fortbildung zu machen. (ebc/keb DRS)

Hier geht's zum Interview

Barbara Janz-Spaeth (li.), Referentin für Biblische Bildung und Mitglied im Beirat und Projektleiterin Dr. Esther Berg-Chan von der keb DRS (mittig, derzeit in Elternzeit) haben das Konzept für die Weiterbildung über das Christentum erarbeitet. Maren Mauch (re., Elternzeitvertretung), Foto: DRS.

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